Kann man bei IVF um Zwillinge bitten?

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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit bei einer künstlichen Befürchtung Zwillinge zu bekommen?

Die Wahrscheinlichkeit, dass im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation Zwillinge entstehen, liegt bei ca. 22-25 %, wenn zwei Embryonen übertragen werden. Wurde ein Transfer von zwei Embryonen der höchsten Qualität (Blastozysten) durchgeführt, so ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher. Eine Zwillingsschwangerschaft kann durch den gezielten Transfer nur eines Embryos fast vollkommen verhindert werden. Kann man heutzutage in einer Klinik um Zwillinge bitten?

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Kann man bei IVF um Zwillinge bitten?

Antwort von: Andreas Abraham, MD, MBA

Gynäkologe, Geburtshelfer Eugin Clinic
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Man kann keine Zwillingsschwangerschaft durch IVF planen. Man kann nicht als Patient in die Klinik kommen und sagen: “wir möchten Zwillinge programmieren”. Es ist richtig, dass bei IVF-Behandlungen (oder reproduktionsmedizinischen Behandlungen) gibt es eine erhöhte Rate von Zwillingsschwangerschaften. Das liegt daran, dass in Rahmen einer IVF in einigen Ländern oder in manchen  Kliniken bei der IVF mehr als ein Embryo übertragen wird. Wenn zwei Embryonen transferiert werden (man muss differenzieren am welchem Tag der Entwicklung, ob es am Tag 2.-3. im Zell-Stadium oder am Tag 5. im Blastozystenstadium). Wenn zwei Embryonen übertragen werden, dann besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, Zwillinge zu bekommen. Bei 2-3-Tage-Embryonen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft bei 22 %-25 %. Wenn zwei Blastozysten übertragen werden (was in unserer Klinik nicht praktiziert wird), ist die Zwillingsschwangerschaft deutlich höher, etwa das Doppelte. Was interessant ist, dass der Treiber für die Zwillingsschwangerschaft nicht die IVF zu suchen ist, sondern im Bereich der intrauterinen Insemination, bei der sehr oft – in einigen Ländern – die Insemination stattfindet, wenn sich drei, vier oder fünf Follikel entwickelt haben. Diese Insemination trägt weit mehr zu einer Zwillingsschwangerschaft bei als die IVF. Der Trend bei der IVF geht heute dahin, mehr Blastozysten zu erzeugen und dann einen so genannten Single-Embryo Transfer zu praktizieren, wo nur ein Embryo transferiert wird.

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